Projekt: Territoriale Raumbild(n)er

Aus Forschungsverzeichnis | FID Benelux
Wechseln zu:Navigation, Suche

Projektname

  • Territoriale Raumbild(n)er. Historische Landschaftsbezüge als politische Herausforderung.

Fachgebiete

  • Kultur, Raumplanung, Verkehrs- und Infrastrukturplanung, Landschaftsplanung

Laufzeit

  • 2019–2021, 2023–2025

Kurzbeschreibung

"Landschaften werden durch gesellschaftliche Interaktionen, unterschiedliche Machtstrukturen und sozio-ökonomische Dynamiken geformt und geprägt. Dies gilt auch für vergangene Herrschaftsphasen, die Artefakte, Strukturierungen und Spuren von Handlungen in der Landschaft hinterlassen haben, die noch heute in bewusst oder unbewusst erlernten Raumbildern präsent und in Form einer individuellen und institutionalisierten Erinnerungskultur im kollektiven Gedächtnis verankert sind. Diesem Verständnis folgend entwickelte der Soziologe Ipsen die Theorie der Raumbilder. Raumbilder dokumentieren in Form von Symbolen, Artefakten und Raumstrukturen sowohl Leitbilder der Vergangenheit als auch die gesellschaftliche Auseinandersetzung mit diesen Konzepten über die Zeit, die durch unterschiedliche Formen und Dimensionen des Wissenstransfers verstetigt wurden und werden.
Das Forschungsprojekt setzt sich mit vergangenen Raumbildern auseinander, die durch ihre sichtbaren Artefakte und vermittelten Konnotationen bestimmte gesellschaftliche Entwicklungsphasen dokumentieren und in individuellen Verortungen, ‚Raum-Ordnungen und -formationen‘ latent fortleben, auch wenn diese mentalen Raumkonstruktionen mit den heutigen Gegebenheiten und (politischen) Bezügen wenig oder so gut wie gar nichts mehr gemein haben. Im Zentrum des Interesses steht dabei die Frage, welche Raumbilder der Vergangenheit wie in das Heute hineinwirken, in welchen Kontexten diese Raumbilder rezipiert oder aktiviert werden und inwiefern die daraus entwickelten mentalen Raumkonstruktionen und deren Raumstrukturen zu Formen des Ein-, Aus- und Abgrenzens führen. Diese implizite Historizität lebensweltlicher Landschaftsbezüge evoziert ein spezifisches Handeln und ‚sich-Verhalten‘, dass im vorliegenden Forschungskontext als raumpolitische Herausforderung verstanden wird." (zitiert aus der Projektbeschreibung auf der Homepage)

Durchführende Institution / Finanzierung

  • Technische Hochschule Ostwestfalen-Lippe, Detmolder Schule für Architektur und Innenarchitektur (Antragstellerin: Prof. Dr. Susanne Kost) in Kooperation mit Prof. Dr. Hiram Kümper, Lehr­stuhl für Spätmittelalter und Frühe Neuzeit, Universität Mannheim
  • Finanziert durch die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG), siehe GEPRIS-Eintrag

Ansprechpersonen / Kontakt

Prof. Dr. Susanne Kost
E-Mail: susanne.kost@th-owl.de